NEWS von Freitag, 29.01.2010

Montag, 1. Februar 2010
Sparber weiter auf der Erfolgsspur

Der Tiroler rangiert derzeit bundesweit auf Rang 2 der Trainerwertung und hat an diesem Renntag wieder etliche heiße Eisen im Feuer

Mit acht knackigen Rennen startet Daglfing in den Februar, und einige Pferde stellen sich erstmals in der neuen Saison wieder vor. Eines der Highlights an diesem Montagabend sind der 2. Lauf des “Rosen aus Equador”-Trabreitercups 2010 (siehe gesonderter Bericht) sowie zwei interessante Meilenprüfungen. Und wieder einmal springt dem Leser, der sich mit den Starterlisten beschäftigt, der Name Sepp Sparber fast in jedem Profirennen geradezu ins Auge. An dem “Mann in Grün”, der gerade erst seinen 50. Geburtstag gefeiert hat (natürlich beim Renntag!), führt derzeit in München wahrlich kein Weg vorbei. Der Tiroler, immer schon im Winter besonders stark, führt derzeit die Fahrerwertung in Daglfing an und rangierte bei Redaktionsschluss auf Platz vier der deutschen Berufsfahrer- und gar auf Platz zwei der bundesweiten Trainerwertung. Auf dieser Erfolgswelle will der Fahrer-in-Form auch am heutigen Montag weiter reiten. Klar, das Jahr ist noch ganz schön lang - aber die jetzt gesammelten Punkte kann Sparber keiner mehr nehmen.
Schon im ersten Rennen hat er mit Neuerscheinung Stanley Morgan einen der Favoriten parat, der in erster Linie auf die in Berlin in neuer Hand von Hannu Voutilainen gut gegangene Lady Sunshine achten muss. In der zweiten Tagesprüfung, einem Amateurfahren, kann Peter Platzer für seinen Trainer einen weiteren Punkt beisteuern und Annette Steding zum erneuten Treffer dirigieren. Die Stute hat sich in eine feine Winterform gelaufen und wird sich vor allem mit Jambalaya Diamant (Daniela Fellner) auseinander setzen müssen, die in Berlin mit Heinz Wewering beim Angriff grußlos am Feld vorbei marschierte und dabei durchaus Eindruck hinterließ.
Auch im dritten Rennen könnte ein Sparber-Sieg fällig sein. Der gebürtige Österreicher stellt erneut Fritzi über die Meile vor, und das absolute Verlasspferd hätte zuletzt fast gewonnen, wenn nicht Washington USA aus seinem Windschatten Profit geschlagen hätte. Immerhin trabte der Wallach aber 15,5 - und das muss ihm erst einmal einer nachmachen. Bavaria Fantastica sollte jedoch mit Gerd Biendl diesmal eintreten und wird sich über die Kurzstrecke sicherlich als harte Gegnerin entpuppen.
Im G4-Rennen muss Josef Sparber mit Billy Turf gegen Yoboko Toskana (Martin Altmann) ran. Beide sind frische Sieger, wobei jedoch der Niederländer Yoboko Toscana aus dem Stall von Wolfgang Bayern sogar noch mehr beeindrucken konnte, da er seinen Volltreffer durch die Todesspur errang. Aber: Der großrahmige Billy Turf tat sich auf schwerem Boden nicht gerade leicht - und gewann trotzdem. Aufs Ticket muss neben der zweiten Sparber-Farbe Kapitano Diamant (Detlef Fleischer) auch der erstmals aus zweiter Reihe startende Veneziano (Gerd Biendl), ein hoffentlich wieder einmal glatt gehender Internet Diamant (Christoph Schwarz) und bei passendem Verlauf auch die Stuten Supergirl HL (Jochen Haide) und Seewill (Klaus Roser). Bei der üblichen Garantieauszahlung von 5.000 Euro lohnt sich das Kombinieren.
Im sechsten Rennen wartet noch eine Meilenprüfung auf die Zuschauer, hier wäre es aber schon eine Überraschung, wenn Sepp Sparber hier mit Bazzuka den erfolgreichen Meiler Pasha Casei (Josef Franzl) besiegen könnte. Besser schautes da ein Rennen später aus. Hier könnte sich der derzeit Zweite der deutschen Trainerwertung mit Ready to Rumble gegen Barton Ping (Robert Pletschacher) durchsetzen - oder aber Catchdriver Detlef Fleischer holt ihm einen Punkt mit Coco Jambo.