Wie man ein Indianerreservat besucht

Wenn sich einmal die Gelegenheit ergeben sollte, bei einer Reise durch die amerikanische Westküste, sollten Sie es sich nicht nehmen lassen einer indianischen Festveranstaltung oder den Indian Powwow einen besuchen abzustatten. Hier haben Sie die einmalige Chance die Lebensweise, sowie die ganz spezielle Kultur der Indianer kennenzulernen und hautnah mit zu erleben.

Die größte Anzahl der Reservate liegen im mittleren Westen der USA. Die Navajos besitzen hier das größte Reservat. Dieses erstreckt sich über die Bundesstaten Arizona, New Mexico und Uta. Das umfangreiche Gebiet schließt das ihrer ehemaligen Feinde, der Hopi, vollständig ein.

In New Mexico und Oklahoma leben einige Apachen Stämme, wie die Arapaho, Creek, Choctaw, Cherokee, Kiowa, Potawatomi, Comanchen, Chickasaw, Illinois, Shawnee. In Dakota sind viele Lakota-Sioux ansässig.

In fast allen Stämmen der USA werden mittlerweile die sogenannten Powwows abgehalten.  Das traditionelle Fest, was einst aus dem Nordwesten stammt und dem Stamm der Plains entsprungen ist. Die Plains feierten, dieses Fest im Frühjahr. Hier trafen Sie sich, um das Wiedererwachen der Natur und den Beginn neuen Lebens zu feiern. Mit Tanz und Gesang nutzten sie auch die Gelegenheit alte Freunde wiederzusehen und neue kennenzulernen.  

Interessanter Wandel

Durch die zunehmende Bekanntheit des Powwows, ist es zu einem starken Wandel der indianischen Kultur gekommen. Es versammeln sich verschiedenste Stämme aus der USA und Kanada, um ein ganz neues Zusammengehörigkeitsgefühl zu leben und dieses zum Ausdruck zu bringen.

Powwows finden in der Regel im Freien statt, es gibt aber auch hier ausnahmen. Je nach Bedingungen können die Festlichkeiten in Hallen verlagert werden. Natürlich nimmt es schon einiges vom Charm der Veranstaltung.  Deshalb wäre es ratsam, sich schon vorab zu erkundigen, wo das Powwow stattfindet. Denn ein Powwow im Freien ist einfach ein unvergessliches Erlebnis. Neben der Festlichkeit, die aus Tanzgruppen und Trommlern besteht, haben Sie hier auch die Möglichkeit sich ein individuelles Souvenir, aus den Kunsthandwerkstätten zu ergattern.  Oder Sie probieren ganz einfach mal die traditionelle Küche der Indianer aus.

Zudem bietet dieser Veranstaltung auch einmal die Möglichkeit, ein paar der religiösen Zeremonien zu erleben. Diese dienen der Ehrung von Stammesmitgliedern oder das traditionelle Giveaway. Hierbei werden Geschenke ausgetauscht. Diese zeremoniellen Feste sind heute meist im Privaten und mit nur sehr wenigen Ausnahmen auf Powwows zu beobachten.

Wie Sie sich Verhalten sollten!

Da sich die Reservatgebiete stets in Privatbesitz des Stammes befindet, sollten Sie sich vorher erkundigen, wie die jeweiligen Gegebenheiten sind.  Um das Reservat zu betreten ist ein Permit der Stammesregierung vonnöten. Einige bieten Ihnen sogar Zeltplätze an, um das Reservat in all seiner bracht kennen zu lernen. Die Plätze sind allerdings sehr begehrt und bereits nach der Freigabe der Saison ausgebucht. Hier sollte Sie also, bereits ein Jahr im Voraus planen.  Es gibt aber auch Gebiete, die generell für nicht Stammesmitglieder gesperrt sind. Oder Sie dürfen diese nur mit einem Stammesmitglied betreten. Dazu gehören zum Beispiel.: das Reservat der Hopi, Canyon de Chelly, sowie der UTE Mountain Tribal Park.

Indianer erwarten von ihren Besuchern, Respekt und Höflichkeit und dessen Zurückhaltung. Als unhöflich erachten Indianer, den direkter Augenkontakt, sowie lautes und aufdringliche Reden.  Besonders wichtig ist zudem zu wissen, dass Händeschütteln und Umarmungen nur den engsten Familien Mitgliedern Vorbehalten ist. Wenn Sie gerne Fotos oder Videos als Reiseandenken machen, sollten Sie sich erst erkundigen, ob Ihnen dieses gestattet ist. Besonders bei Festen oder Zeremonien  ist dies nicht gerne gesehen.

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